Schüler bei MINT-Olympiaden erfolgreich
In den letzten Wochen durfte sich die Schulfamilie des Johann-Michael-Sailer-Gymnasiums zusammen mit einigen Schülerinnen und Schülern über beachtliche Erfolge bei den drei internationalen MINT-Olympiaden freuen.
Insgesamt sieben Schülerinnen und Schüler aus der 12. Jahrgangsstufe haben sich den Aufgaben der 1. Runde der Chemieolympiade gestellt. Alle haben dies mit Bravour gemeistert und durften in die 2. Runde vorrücken. Hier gehörten Constanze Leo und Magnus Gufler zu den besten bayerischen Schülern und wurden als Belohnung zum dreitägigen Landesseminar nach Burghausen eingeladen. Das dortige Programm umfasste unter anderem die Mitarbeit im Chemielabor, eine Werksführung bei Clariant in Gendorf und eine beeindruckende Chemieshow.
Bei der Internationalen Biologie-Olympiade gingen insgesamt zwölf Schülerinnen und Schüler (alle aus der 12. Jahrgangsstufe) an den Start, von denen sich vier für die zweite Runde qualifizierten. Diese umfasst eine zweistündige Klausur mit einer Fragenvielfalt quer durch die Welt der Biologie. Verena Hieber schnitt hier als beste bayerische Schülerin ab und wurde deshalb zum Landesseminar ans „MaxLab“ der Max-Planck-Institute in München eingeladen. Außerdem qualifizierte sie sich als einzige bayerische Schülerin für die 3. Auswahlrunde. Während die ersten beiden Runden noch an den Schulen vor Ort stattfinden und hauptsächlich Theoriewissen abgeprüft wird, werden für die dritte Runde die bundesweit 45 besten Schülerinnen und Schüler (von anfänglich ca. 1500 Teilnehmern) an das Leibniz-Institut IPN nach Kiel eingeladen. Dort finden eine Woche lang Prüfungen in Form von vier theoretischen Klausuren statt, aber auch im Labor muss man in mehreren praktischen Tests sein Können, unter anderem in den Fachbereichen Biochemie, Botanik, Zoologie und Bioinformatik, unter Beweis stellen. Die geprüften Inhalte gehen dabei weit über das übliche Schulwissen hinaus und erfordern bereits in den Wochen vor der Auswahlrunde eine intensive Vorbereitung nach dem Unterricht, zuhause und in diversen Online-Seminaren. Sogar etliche Freistunden hat Verena genutzt, um ihr methodisches Können z. B. beim Mikroskopieren oder Insektenbestimmen zu üben und zu verfeinern. Bei der genannten Auswahlrunde wurde den Schülern neben den stressigen Prüfungen aber auch ein spannendes Rahmenprogramm geboten, wie zum Beispiel dem Besuch des Archäologischen Museums im Schloss Gottorf oder einem hochinteressanten Vortrag über molekulare Forensik. Besonders erfreulich ist, dass Verenas Ehrgeiz belohnt wurde und sie sich als eine der zwölf besten Biologie-Schülern Deutschlands für die 4. Auswahlrunde qualifiziert hat, welche Ende Mai ebenfalls am IPN in Kiel stattfinden wird. Bei dieser werden, wiederum in etlichen theoretischen und praktischen Prüfungen, die besten vier Schüler ausgewählt, welche dann das Biologie-Nationalteam bilden und unser Land im Juli bei der internationalen Olympiade auf den Philippinen vertreten werden. Hierfür drückt die ganze Sailer-Schulfamilie, und hoffentlich ganz Bayern, ganz fest die Daumen! Für den außerordentlichen Erfolg in der dritten Runde erhielt Verena außerdem von der Jury einen Zusatzpreis: Sie darf in den Sommerferien ein 4-wöchiges Forschungspraktikum am Zoologischen Institut der Universität Kiel absolvieren und dort ein eigenes kleines Forschungsprojekt im Bereich „Funktionelle Morphologie und Biomechanik“ durchführen.
Nicht nur in Biologie, sondern auch bei der internationalen Physikolympiade räumte Verena Hieber ab. An dieser nahmen zwei Schüler des Sailer-Gymnasiums teil, welche beide die zweite Runde erreichten. Als eine der besten bayerischen Schülerinnen schaffte Verena, die in der Oberstufe das Leistungsfach Physik belegt, es auch hier bis auf Bundesebene und stellte sich eine Woche lang den Aufgaben der 3. Auswahlrunde. Diese fand ebenfalls in Kiel am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik statt. Neben den zahlreichen praktischen und theoretischen Prüfungen hatten die Teilnehmer die exklusive Möglichkeit, den Stellarator zu besichtigen, an dem erforscht wird, wie man mit Hilfe von Hochtemperaturplasmen in Zukunft die Kernfusion zur Energiegewinnung nutzen kann.
Betreut wurden die Schülerinnen und Schüler durch ihre Lehrkräfte Frau Reich-Imdahl (Chemie), Herr Weiler (Physik) und Herr Link (Biologie).
Am Sailer-Gymnasium als MINT-EC-Schule und Begabungsstützpunkt Nordschwaben wird stets eine erfolgreiche und nachhaltige Förderung interessierter und begabter Schülerinnen und Schüler angestrebt. Umso mehr freuen wir uns, dass sich diese Bemühungen in solch hervorragenden Wettbewerbserfolgen widerspiegeln.