Sportanlage 200

Achtung Kampfzone

Ab diesem Sommer 2017 kann, darf und muss wieder auf der Sportfreianlage des Johann-Michael-Sailer-Gymnasiums in Dillingen geschwitzt und gerungen werden.

Nicht nur die Bauten des Gymnasiums brauchten dringend ein Update, behördensprachlich mit Generalsanierung oder Ersatzneubau umschrieben, auch die schulische Freisportanlage an der Bleichstraße hatte dringend eine Überholung nötig. Der Baubestand der Sportstätten aus dem Ende der 1960er Jahre, insbesondere der Allwetterplatz und die Laufbahnen waren so marode, dass ein geregelter und ordnungsgemäßer Schulsport nicht mehr gewährleistet werden konnte. Sicherheitsrisiken und Gefahrenstellen auf der Anlage waren in Sektionen so immens, dass nach behördlicher Sicherungsprüfung eine Teilsperrung der Anlage bestimmt wurde.


Der eingetroffene Handlungsbedarf hatte das Landratsamt Dillingen als für das Gymnasium verantwortliche Liegenschaftsbehörde veranlasst, eine Überplanung der Sportstätte in Auftrag zu geben.
2014 wurde der Landschaftsarchitekt Diplom-Ingenieur (TU) Andreas Görgens beauftragt, den Bestand zu bewerten und ein Konzept zur Neuordnung der Schulsportfreianlage vorzulegen.
Nach Befund zu Baugrundmängeln, der latenten Gefährdungslast in Sportbauten und nach Prüfung von Sanierungsvarianten versus Neubau der Sportstätte, hatte der Kreisausschuss im November 2014 beschlossen, einen Neubau, unter Einbeziehung einer staatlichen Förderung, zu verwirklichen.


Sukzessive über mehrere Etappen hinweg, über Abstimmungen der Bauinhalte, der Einbeziehung der schulischen Interessen, den nötigen Budgetentscheidungen, der genehmigungsrechtlichen Freigabe des Bauantrages und nach Zustimmung der Regierung von Schwaben zum Ersatzneubau der Freisportanlagen des Johann-Michael-Sailer-Gymnasiums Dillingen im Juni 2016, war der Weg frei, die ersten Handlungen am Sportgelände zu realisieren.
Zunächst wurde vorgesehen, den Allwetterplatz als multifunktionales Spielfeld plus Weitsprung- und Hochsprungsegment, die 100-m-Laufbahn, das Beachvolleyballfeld und die Kugelstoßanlage neu errichten zu lassen. Neben zugehöriger neuer Möblierungen und neuer Sportgeräte, waren Wegebereiche, Grünflächen, ferner eine teilweise Neueinfriedung entlang der Grundstücksgrenzen auszuführen.

Entsprechend der durchgeführten Vergabeverfahren, erhielt die Fa. Sportstättenbau Garten-Moser GmbH & Co.KG aus 73457 Essingen im Herbst 2016 vom Landkreis Dillingen den Bauauftrag, die Sportanlage mit genannten Einheiten in die Tat umzusetzen. Die bauliche Überwachung und Steuerung der Werksausführung wurde in Kooperation zwischen dem Landschaftsarchitekten und dem Ingenieurbüro für Bauwesen Dippold+Gerold GmbH aus Dillingen übernommen.


Ab Anfang November 2016 rollten sprichwörtlich die Bagger an, um mit dem Abriss der alten Sportstätten zu beginnen.


Wie so oft im Baugeschehen traten auch im Ablauf der Bauarbeiten Überraschungen und nicht kalkulierbare Phänomene auf. Unter dem freigemachten Bestand befand sich bereits eine überdeckte Vorgängeranlage, die allen Baubeteiligten nicht bekannt gewesen war. Nach Beseitigung prekärer hindernder Anteile konnte wie geplant weitergebaut werden.


Zu Ende des Jahres 2016 waren die groben Vorstufen der einzelnen Sportstätten und der Bau von anteiligen Entwässerungs- und Drainagevorkehrungen abgeschlossen.


Nach der Winterpause 2016/2017 erfolgte im März 2017 der Tragschichtenaufbau zu den einzelnen Segmenten. Im zeitigen Frühjahr wurden dann ziemlich schnell die Konturen der Sportanlagen, sprich die Einfassungen der Sportfelder sichtbar.

Nach Abschluss der Untergrundbauten wurden die dränfähigen Asphalttragschichten eingebracht.


Im Mai 2017 waren dann alle Sportstätten in den wesentlichen Grundzügen ausgebildet. Jetzt konnten die abschließenden Kunststoffbelagstätigkeiten mit Basisschicht Gummigranulat in schwarz und Spritzbeschichtung körnig strukturiert in rot abgehandelt werden.

Fehlten nur noch die Linierungsmarken der Laufbahnen und die Spielfeldlinien auf dem Allwetterplatz, ferner die neuen Sportgeräte und das übrige neue Sportzubehör.

 

Mitte Juni 2017 waren dann nach kleinen kosmetischen Interventionen die Bauteile für den Leichtathletikunterricht sowie für diverse Ballspielarten, u. a. Basketball, Volleyball, Handball, Tennis sowie Beachvolley, vollendet und konnten für die schulische Nutzung freigegeben werden.

 

Ein Beitrag von Dipl.-Ing. (TU) A. Görgens – Freier Landschaftsarchitekt
Juni 2017